Aktuelle Bemerkungen

 

An die Obrigkeiten

Den Schwachmatenpreis 2013 bekommt das BUNDESAMT FÜR VERFASSUNGSSCHUTZ!! Herzlichen Glückwunsch.

Ein deutsches Gedicht

Der Maghreb, Ägypten, die arabische Halbinsel, und ..?

Die Menschen, die dort für ihre Rechte, ihre Freiheit und für mehr Demokratie demonstrieren, verdienen unseren Respekt und wir wünschen ihnen Erfolg, Ausdauer und das notwendige Quäntchen Glück. Können wir mehr tun? Was ist mit aktiver Solidarität?

Diese Solidarität fehlt so häufig, wenn es um die Formulierung kleinkarierter und viel zu oft auch inhumaner Einwanderungsregeln nach Europa geht. Nach Angaben der Weltbank und des IWF überstiegen die Finanztransfers der Migranten in ihre Herkunftsländer (Entwicklungsstaaten) in der Summe die Beiträge der Entwicklungshilfe (Monatsbericht des BMF-Oktober 2007). Das bedeutet, eine kluge Zuwanderungsregelung mit begleitenden Maßnahmen in den Heimatstaaten der Migranten könnte ein effizienterer Beitrag zur Entwicklungshilfe sein als schlecht gemanagte und mickrige Finanztransfers.

Gedanken am Rande

Institutionen

Institutionen, wie Gefängnisse, Ministerien, Ämter, Krankenhäuser, Pflegeheime, etc., sind gefährliche Einrichtungen. Die Gefahr geht nicht unmittelbar von den in den Institutionen Beschäftigten aus. Vielmehr gibt es in ihnen sogenannte Anweisungsströme (ein Anweisungsstrom entsteht wenn eine Anweisung erteilt und zur ausführenden Ebene weitergeleitet wird), deren Auswirkungen auf "Kunden" dieser Institutionen bedrohlich sein können.

In vielen Fällen ist der Auslöser des Stroms gewöhnlich schwer zu identifizieren (Verantwortungsproblem). Insbesondere ist die Identifikation kaum möglich für die Mitarbeiter der ausführenden Ebene der jeweiligen Institution (von "Obrigkeitsstaatlern" auch gerne die unterste Ebene genannt).

Entsteht ein Konflikt zwischen den Werten des vom Anweisungsstrom betroffenen Mitarbeiters und dem Inhalt der Anweisungen, benötigt dieser Mitarbeiter einen besonderen Schutz, der vielleicht durch angemessen qualifizierte Vertrauenspersonen, die "beim lieben Gott angestellt" sind, aufrechterhalten werden sollte (siehe Bemerkung unten).

In der Bundeswehr hat man versucht, dem "Verantwortungsproblem", das in dieser Institution besonders gravierend ist, mit dem Konzept der "inneren Führung" (IF) Herr zu werden (siehe Zentralen Dienstvorschrift der Bundeswehr ZDv 10/1 „Innere Führung”).

Wikipedia: [Die Aufgabe des Konzepts der IF] ist es, die Spannungen zu mindern, die sich aus den individuellen Rechten des freien Bürgers einerseits und den militärischen Pflichten des Soldaten andererseits ergeben.

Obgleich in der Bundeswehr das Verantwortungsproblem durch militärische Befehlsströme ausgelöst wird und in zivilen Institutionen "nur" durch Anweisungsströme, so können die Spannungen infolge von Wertkonflikten ähnlich belastend sein. In der Bundeswehr ist der Soldat wohl häufiger das Opfer des Verantwortungsproblems und in der zivilen Institutionen ist das Opfer häufiger der Kunde.

Bemerkung: Was soll "beim lieben Gott angestellt" bedeuten? Auf jeden Fall ist es nicht sinnvoll, die Vertrauenspersonen einer Institution wie einer Universität oder ähnlichem anzugliedern. Möglicherweise könnte es aber Teams dieser Personen geben, deren Mitglieder unterschiedlicher Institutionen zugeordnet sind (Gerichte, Universitäten, Krankenhäuser, etc). Darüber hinaus erscheint es sinnvoll, in diese Teams auch ehrenamtlich tätige Personen sowie Abgeordnete der entsprechenden Ebene aufzunehmen. 


An Nichtwähler und Politikverdrossene!

Ärgert Ihr Euch auch über die Mißstände im Land? Jedes Mal, wenn die Großkopferten etwas beschließen, dass sich als unsozial, wirkungslos oder zu teuer erweist, dann reden sie sich mit den Zwängen infolge der Finanzkrise, des demografischen Wandels oder einfach der Globalisierung heraus. Und was könnte wohl unser Globus selbst dazu sagen?

Okay, Menschen gibt es solange noch nicht. Aber globale Prozesse gab es schon vor den Menschen. Nicht die Globalisierung ist Schuld an den heutigen Mißständen, sondern der Mangel an Demokratie im Land.

Die Forderung nach mehr Demokratie, das heißt, nach größerem politischen Einfluss für den normalen Bürger. Hätten wir diesen Einfluss schon vor 10-20 oder auch nur vor 5 Jahren gehabt, wäre eine so verheerende Finanzkrise nicht entstanden.

Stimmt das? Ja und dreimal ja, denn kein normaler Bürger hat sich über die ungeregelten Kapitalmärkte, über die Steueroasen für Reiche, über die Bonuszahlungen an die sogenannten Leistungsträger für ihre kurzeitig aufgehübschten Bilanzen und über den Wettbewerb um die geringsten Löhne, niedrigsten Sozial- und Umweltstandards oder höchsten Subventionen für (Schein)Investitionen gefreut. Jeder von uns hätte all das eher gestern als heute abgeschafft oder wenigstens sinnvoll eingeschränkt. Aber leider hatten wir nicht den politischen Einfluss dazu. Um das zu ändern und am Ende nicht auf den Schulden, die jetzt von den Politikern gemacht werden, sitzen zu bleiben, fordern wir:

Gebt den Parteien nur so viele Parlamentssitze, wie die Wahlbeteiligung zulässt!

Die übrigen Plätze besetzen wir als normale Bürger, als unabhängige Kontrolleure und Lobbyisten in Sachen der Gerechtigkeit!

Da ist mir doch das böse Wort herausgerutscht, Gerechtigkeit. Was kommt als nächstes, die Forderung nach höheren Löhnen, niedrigeren Managergehältern oder gar einem bedingungslosen Grundeinkommen. Verdammt, ich befürchte sie hat mich erwischt, die Populismusinfektion. Populismus ist schlecht, ganz schlecht. Populisten fordern Maßnahmen, die für die große Mehrheit der Bürger kurzfristig Vorteile bringen, aber dann langfristig unbedingt verheerend wirken müssen. Ein guter Politiker ist kein Populist, denn seine Maßnahmen sind nicht nur langfristig verheerend. Die sind eher wie Medizin: Sie sollte unbedingt bitter schmecken, auch wenn sie nachher nicht hilft. Aber Popularität ist schön, die wollen alle. Da wird man von vielen angehimmelt und weiß gar nicht genau weshalb. Folglich ist ein guter Politiker kein Populist, will aber unbedingt populär sein.

Okay. Wenn man sich darüber lustig machen kann, ist oft (nicht immer) Blödsinn im Spiel. Auch Deppen können die Interpretationshoheit für Begriffe erobern. Dann ist Sprache nicht erhellend sondern verschleiernd und es gibt ein chronisches Kommunikationsproblem. Ist alles schon dagewesen. Also, klare Ansage: Die Lösung sozialer Probleme gelingt nicht mit weniger, sondern nur mit  mehr Demokratie. Daher helfen uns die Radikalen von rechts oder links nicht!

Und nun ein Suchbild!

Wo steckt der Teufel?A: In den Details!
 B: Unter dem grünen Kleid!

Die beiden folgenden Bilder ohne Verweis sind auf den Seiten von Wikipedia zu finden.

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